Halbverdeckte Glasfassade
Eine Glas-Vorhangfassade, die außen nur horizontale oder nur vertikale Deckleisten zeigt und große Spannweiten erlaubt.
Wie andere Glasfassadensysteme besitzt auch die halbverdeckte Vorhangfassade Riegeldichtungen, die die Ausdehnung in der Horizontalen aufnehmen, sowie durchlaufende EPDM-Dichtungen über die gesamte Riegellänge, die für Dichtheit sorgen.
Üblich ist der Glasaufbau 6 mm Glas + 12 mm Scheibenzwischenraum + 6 mm vorgespanntes Reflexionsglas.
Die Press- und Deckleisten der Außenhaut werden je nach Projekt vertikal oder horizontal angeordnet. Tragprofile in unterschiedlichen Bautiefen ermöglichen große Spannweiten; von außen zeigt das Gebäude nur horizontale (oder nur vertikale) Deckleistenlinien.
Die Glaskombination richtet sich nach der Nutzung des Gebäudes, der Ausrichtung der Fassade, den für Wetter und Klima am Standort nötigen Leistungswerten und der im Entwurf vorgesehenen Glasfarbe.
Die Vorhangfassade besteht aus vertikalen Tragprofilen, die in den geplanten Achsabständen mit Ankern aus Aluminium oder verzinktem Stahl an jeder Geschossdecke befestigt werden, und aus Riegelprofilen, die mit speziellen Verbindern daran angeschlossen sind und das Glas in der gewünschten Höhe tragen.
In halbverdeckte Vorhangfassaden lassen sich verdeckt liegende Öffnungsflügel einbauen: Flügel- und Rahmenprofil, Scheren, Griff und Schließteil werden dafür montiert.